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Verein „Alte Musik am Mittelrhein“

(Der folgende Text entstammt der Startseite der alten Websit www.alte-musik-am-mittelrhein.de)

Der „Verein der Freunde und Förderer – Alte Musik am Mittelrhein“ wurde im Februar 2006 nach einem Koblenzer Barockkonzert von Cappella Confluentes mit begeisterten Zuhörern gegründet. Er kann nach seinem ersten aktiven Jahr mit seiner Entwicklung zufrieden sein. Auf seiner Mitgliederversammlun für das Jahr 2007 konnte der Vorstand feststellen, dass der noch junge Verein seine Inhalte und seinen Platz gefunden hat.

Laut Satzung geht es um die Förderung der so genannten „Alten Musik“. Wenn in der derzeitigen Musikszene dieser Begriff benutzt wird, so ist damit kein eng umgrenzter stilistischer Bereich abgegrenzt. Vielmehr meint man damit einen ganz bestimmten Zugriff auf ältere Musik bis ins 19. Jahrhundert hinein, für den vor allem die Verwendung historischer Instrumente in Originalbauweise (auch als Kopien) als auch das genaue Studium der Quellen zur ursprünglichen Aufführungspraxis kennzeichnend ist. Daher rührt auch der Begriff „historische“ oder „historisch informierte“ Aufführungspraxis.

Diese Bewegung ist seit etwa 50 Jahren in Europa immer deutlicher vernehmbar und findet ein immer größer werdendes und vergleichsweise junges Publikum. In unserer Region blieb sie trotz der Initiative einiger einheimischer Musiker vom breiten Publikum weniger beachtet. Erst mit Cappella Confluentes unter Jörn Andresen ergab sich ein größeres Echo („King Arthur“ von Purcell im Stadttheater).

Der Verein hat es sich nun zum Ziel gesetzt, diese Entwicklung zu unterstützen durch Öffentlichkeitsarbeit, Konzerte und Kurse. Dadurch will er die einheimischen Musiker unterstützen und das Publikum informieren. Seine erste Veranstaltung in Eigenregie war die Veranstaltung des ersten diesjährigen Koblenzer Barockkonzertes am 20.4.2007 im Eichendorff-Gymnasium als Gesprächskonzert über die Barockgeige und ihre Bögen, ihre Bauweise, ihren Klang, ihre Spielweise und den Zusammenhang mit dem Stil und dem Musikdenken bis etwa 1900. Zu dem Konzert mit Werken von Rognoni, Castello, Händel, Bach und Mozart gab es Erklärungen und Demonstrationen. Auch wurden Instrumente barocker Bauweise im Vergleich zu modernen gezeigt. Weitere Veranstaltungen und Exkursionen sind geplant.

Neben diesen Aktivitäten wird der Informationsaustausch mit den Musikern der Region aufgebaut mit dem ersten Ziel, ein Netzwerk für Erfahrungsaustausch zu bilden. Die Musiker sollen der Öffentlichkeit bewusster werden.

Der Verein sieht sich damit im Einklang mit dem Geist des Weltkulturerbes am Mittelrhein. Für die weitere Zukunft steht der Kontakt und die Zusammenarbeit mit anderen Kulturträgern auf der Agenda. Hierzu dürfen dem Verein aber noch mehr Kräfte zuwachsen – Mitglieder und Sponsoren für eine kulturelle Aufgabe.

   
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