Passionsmusik

Musik in der City

Passionsmusik

Samstag, 16. März 2013, 12:30 Uhr,
in der Herz-Jesu-Kirche, Koblenz

 

Heidrun Walch – Sopran
Joachim Aßmann – Orgel
Hermann Spitzmüller – Viola da Gamba
Klaus Theis – Erzlaute

 

 

Pressetext

In histoischer Besetzung bieten Heidrun Walch, Sopran, Joachim Aßmann, Orgel, Hermann Spitzmüller, Viola da Gamba und Klaus Theis, Erzlaute im Rahmen der musikalischen Veranstaltungsreihe „Musik in der City“ am Samstag, 16. März 2013 um 12:30 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche in Koblenz drei überaus reizvolle frühbarocke musikalische Kleinode als Passionsmusik.

Das Konzert wird mit einem Wiegenlied eröffnet, ein als „Ninna nanna“ in der italienischen Kunstmusik des 17. Jahrhunderts volkstümlicher Topos. Tarquinio Merulas 1638 in Venedig gedruckte „Canzonetta spirituale sopra la ninna nanna“ ist ein geniales, tief trauriges Schlaflied Marias für ihren Sohn am Vorabend der Kreuzigung. Lautmalerische Silben kehren am Ende einer jeden der ersten fünf Strophen nach dem Vorbild volkstümlicher Wiegenlieder wieder. Das musikalisch einwiegende Element bildet jedoch das chromatische Schaukeln eines aus lediglich zwei Tönen gebauten Bassmodells, das auch zu den nächsten fünf Strophen, die in Meditation über die später geschundenen Körperteile Christi versunken sind, permanent wiederholt wird und über dem sich die hochexpressive Klage Marias wie in Trance entfaltet. Erst zu den letzten beiden Strophen steht die Wiege still und Maria wacht über Jesu Schlaf gesenkten Hauptes.

Der 1563 geborene englische Komponist John Dowland war zu Lebzeiten ein nicht nur in Europa gefeierter Lautenist und Komponist. In seinen Songs brachte er das Lebensgefühl zum Klingen, das im Barockzeitalter in Mode war und das interessanterweise in unseren Tagen wieder Resonanz findet. Sein „In darkness let me dwell“ wurde 1610 in der Liedsammlung „A Musicall Banquet“ herausgegeben; es gilt als das expressivste und anspruchsvollste seiner Lautenlieder und passt mit seiner affektvollen Musik und dem tiefe Verzweiflung atmenden Text auch in die Passionszeit.

Von dem weitgehend unbekannten Barockmusiker Domenico Pellegrini wird die in einer römischen Quelle des 17. Jahrhunderts enthaltene, bemerkenswert reife und reizvolle Kantate „Dicite, mortales, mihi” als Höhepunkt und Abschluss des Konzerts inszeniert.

 



 

Programm

Tarquinio Merula (1595-1665) Canzonetto spirituale sopra la ninna nanna
   
John Dowland (1563-1626) In darkness let me dwell
   
Domenico Pellegrini (c.1600-c.1662) Dicite, mortales, mihi



Eintritt frei

 

 

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