Les Goûts-Réunis

LES GOÛTS-RÉUNIS

28. Oktober 2012, 17:00 Uhr, St. Jakobuskapelle, Am Alten Hospital - Kastorhof, Koblenz

Barockmusik aus Deutschland, England und Frankreich

für Flöten und Viola da Gamba

Musik von Abel, Händel, Telemann, Paisible, Pepusch, Philidor und Hotteterre

Ensemble LES GOÛTS-RÉUNIS Koblenz:

Franz-Rudolf Kuhnen - Altblockflöte und Voiceflute
Rangulf Zschenderlein - Block- und Traversflöte
Michael Spengler - Viola da Gamba

 

Pressetext

LES GOÛTS-RÉUNIS ist der Titel einer Kammermusiksammlung von François Couperin, in welcher er die unterschiedlichen Musikstile und Geschmäcker Frankreichs und Italiens zu vereinigen suchte. In diesem Konzert treffen gleich drei Musiknationen aufeinander: Deutschland, England und Frankreich. Fast alle Komponisten, deren Musik zu hören sein wird, verbindet ihr multinationaler Stil:

Georg Philipp Telemann (1681-1767) brüstete sich mit Recht, gleichermaßen im deutschen, italienischen und französischen Stil zu Hause zu sein.

Sein Landsmann und Freund Georg Friedrich Händel (1685-1759), in Deutschland geboren, dort und in Italien ausgebildet, lebte vom 1712 bis zu seinem Tod in London. Englischer als Händel kann man keinen anderen Komponisten nennen.

Den in Berlin geborenen Johann Christoph Pepusch (1667-1752) zog es schon 1704 für den Rest seines Lebens nach London. Seine Musik vereint den italienischen wie auch den englischen Geschmack auf wundervolle Weise.

1759 kam Carl Friedrich Abel (1723-1787) nach London. Er war der Sohn von Chrisitan Ferdinand Abel, der an der Köthener Hofkapelle unter Johann Sebastian Bach spielte. Carl Friedrich Abel galt als der letzte große Solist der Gamben-Spielkunst. Mit Johann Christian Bach gründete er die "Bach-Abel Concerts".

Jacques Martin Hotteterre (1674-1763), "le Romain" genannt, studierte in Rom. Seine Werke weisen deutliche Anleihen aus Italien auf, so die Verwendung der Sequenz, die Form der "Sonata da chiesa", wie sie Corelli zur ersten Blüte brachte und ein für französische Musik der Zeit ungewöhnliches Temperament.

Fast völlig vergessen (und das zu Unrecht!) ist die Musik von James Paisible (ca.1656-1721). 1673 kam er mit mehreren anderen französischen Musikern nach London, wo er bald als Oboist, Sänger und besonders als Blockflötist große Beachtung erfuhr. Stilistisch spürt man die Nähe zu Henry Purcell. Sein französisches Erbe ist jedoch allgegenwärtig in seiner Musik.

Einzige Ausnahme in diesem Programm ist André Danican-Philidor (1647-1730). In seinen Suiten ist nichts italienisches zu erkennen. Hier erklingt reinste französische Musik - edel wie ein guter gelagerter Bordeaux-Wein.

 

Das Konzert findet in Kooperation mit der Alt-Katholischen Pfarrgemeinde St. Jakobus statt.

 

Eintritt frei!

Am Ausgang wird um Spenden gebeten

 

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