Vivaldi-Bach

Vivaldi - Bach

 

Vivaldi: Gloria - Bach: Magnificat - 3.Orchestersuite in D

282.04.2013, 19.00 Uhr, St. Josef Kirche, Koblenz

Estelle Kruger, Sopran I
Monica Mascus, Sopran II
Diana Schmid, Alt
Christian Dietz, Tenor
Jaco Venter, Bass

Cappella Musica Sacra – Bach-Chor Koblenz

Leitung: Herman Wagener

Pressetext

Die Angeln in französische und italienische Gewässer halten und das Beste für sich herausfischen – diesen Rat gab Johann Mattheson, Komponist, Sänger, 0rganist, Lehrer und Musikschriftsteller, Zeitgenosse von Bach und Händel, den deutschen Komponisten. Was heutzutage als Plagiat verpönt wäre, die Aneignung fremder Stilformen, die andere Komponisten ersonnen hatten, das war zur Zeit des Barock gang und gäbe. Darum konnte Mattheson seine Kollegen derart unbefangen zum Fischen in fremden Gewässern auffordern. So reisten viele Komponisten in das Land, in dem schon die Sprache Musik ist, nach Italien und studierten dort die großen Meister der abendländischen Musik.

Das Konzert des Bach-Chors Koblenz lässt ein Stück dieser Geschichte lebendig werden. Der Italiener Antonio Vivaldi (1678 - 1741) war einer der bedeutensten Komponisten der Barockzeit. Er wird mit seinem „Gloria D-Dur RV 589 -für Soli, Chor und Orchester“ zu hören sein. Vivaldi unterrichtete seit 1703 als Dirigent und Hauskomponist am Ospedale della Pietà in Venedig, einem Mädchenkonservatorium. Für diese Einrichtung schrieb er zahlreiche geistliche Kompositionen, wahrscheinlich auch das „Gloria 589“. Dieses musikalisch kontrastreiche, fröhliche Zuversicht ausströmende Werk steht zu Unrecht im Schatten der bekannteren 0rchesterwerke des Komponisten.

Johann Sebastian Bach (1685 - 1750) reiste zwar nicht wie viele seiner Kollegen nach Italien, dennoch war er im Sinne Matthesons einer der erfolgreichsten Angler in französischen und italienischen Gewässern. So studierte er und bearbeitete einzelne Werke Vivaldis. Ebenso intensiv vertiefte er sich in die französische Musik. Die 0uverturen und Tänze des französischen Meisters Jean-Baptiste Lully ( 1632 - 1687) animierten ihn zur Komposition seiner 0rchestersuiten. Im Konzert erklingt die 0rchestersuite Nr. 3 in D-dur. Es gelang Bach in diesem Werk in hervorragender Weise italienischen und französischen Kompositionsstil mit seiner eigenen um neue Einfälle nie verlegenen Schaffensweise zu verschmelzen.

Italienische Einflüsse finden sich auch im dritten Werk, das in diesem Konzert erklingen wird, im Magnificat in D-dur, BWV 243. Verwandtschaften zu italienischen Werken, wie etwa dem Magnificat des Francesco Durante sind unverkennbar. Der Tradition folgend hat Bach in seinem Werk den lateinischen Text aus der „Vulgata“ übernommen. Da das Magnificat für den gottesdienstlichen Gebrauch bestimmt war, entspricht die Komposition vom Umfang her einer Kantate, es fehlen jedoch im Vergleich zur Kantate die Rezitative und bei den Arien finden sich keine Wiederholungen (da capo-Teile). So erfährt das Werk durch die Straffung eine ganz eigene Dynamik. Die Tatsache, dass Bach sein Magnificat für einen fünfstimmigen Chor komponiert hat und das 0rchester neben Streichern und 0rgel mit drei Trompeten, Pauken, zwei Traversflöten und zwei 0boen besetzt ist, weist darauf hin, dass das Werk für besondere Festaufführungen gedacht war.

 

Eintritt

 

Tickets: 22 € / 20 € / 15 €,
Schüler/Studenten/Behinderte: 10 €
(zzgl. Vorverkaufsgebühr)
Einlass: 16.00 Uhr
Vorverkauf: Internet: http://www.ticket-regional.de

Buchhandlung Reuffel,
Löhrstraße 62 (Fußgängerzone) und Obere Löhr 92, Koblenz
Tel.: 02 61 /303 07-37

 

Veranstalter: Bach Chor Koblenz, Mitglied in der Musikschule Koblenz
e.V.

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